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Die Budgetplanung ist in unternehmerischen Planungsprozessen üblicherweise der integrier­ten Ergebnis- und Finanzplanung insofern vorgeschaltet, als sie die einzelnen organisa­torischen Teilbereiche bis zur Gewinn- und Verlustrechnung der Gesamtorganisation aufsummiert und die aggregierten Zahlen der integrierten Ergebnis- und Finanzplanung für die Bilanz- und Cashflow-Planung zur Verfügung stellt.

Die individuellen Unternehmensstrukturen können sehr unterschiedlich sein, üblicherweise werden aber als Planungsdimensionen zumindest

 

  • die Kostenarten(Gruppen) (= GuV-Positionen),
  • die Sachkonten (als Detaillierung der Kostenarten),
  • die Kostenstellen
  • die Zeit (in der Regel auf Monatsbasis)
 

im Detail beplant. Dabei sollen die Sachkonten die wichtigsten Erfolgsfaktoren des Geschäftsmodells reflektieren, wobei die Plan-Sachkontenstruktur hier durchaus über die für Buchhaltungs- und Steuererklärungs-Zwecke relevanten Sachkonten hinausgehen können und sollen. Die Kostenstellen bilden die Organisationsstruktur ab, üblicherweise im Sinne eines (hierarchischen) Organigramms, aber nicht in prozess-bezogener Betrachtung, da diese Sichtweise in der Regel kostenstellen- bzw. abteilungsabgreifend ist. In sehr feiner Ausprägung der Budgetplanung könnten die Teilprozesse sogar als zusätzliche Dimension integriert werden.

Dimensionen der Budgetplanung

Im Rahmen der Budgetplanung wird insofern die GuV-Struktur durch zusätzliche Dimensionen verfeinert. In sehr einfacher Form genügen dazu Planerfassungsmasken mit Filtern, mit denen man eine Planung einzelner Kostenstellen und Geschäftsbereiche in einer Erfassungstabelle vornehmen kann.

In der Regel wird allerdings deutlich differenzierter geplant, indem funktionale Teilpläne, die die Business-Logik der Organisation und ihre jeweiligen Auswirkungen auf die BWA-Positionen reflektieren, der GuV-Aggregation vorgeschaltet sind. Je nach Branche und Geschäftsmodell werden die wesentlichen (weil für den Erfolg ent­schei­denden) BWA-Positionen mit sehr unterschiedlichen Planungslogiken beplant. Erfolgs­kri­tisch sind im Wesentlichen die Positionen 

  • Umsatzerlöse
    (Planung von Auftragseingang, Absatz, Preisen, Projekten und/oder Aktivitäten)
  • Materialeinsatz
    (z.B. bei Handels- und eCommerce-Unternehmen, häufig in Verbindung mit der Einkaufs- bzw. Beschaffungsplanung)
  • Personalkosten
    (z.B. in Branchen mit hoher Personalintensität, jedoch werden die Personalkosten in nahezu jedem Unternehmen dezidiert geplant, auch weil die Mitarbeiter und ihre Gehaltsstrukturen im Detail bekannt sind)
  • Werbekosten
    (B. in werbeintensiven Branchen und solchen mit hohem eCommerce-Geschäft)
  • Kosten Warenabgabe
    (in Branchen mit hohem Versand- und Logistik-Bedarf).

Jedoch wird auch eine (vereinfachte) Quotenplanung, in der z.B. die Forschungs- und Entwicklungskosten den Umsatzerlösen quotal gegenübergestellt werden (Planung der F+E-Quote, F+E-Kosten ermitteln sich rechnerisch) häufig praktiziert.

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